Verstehen statt bewerten

Sucht ist häufig mit Scham verbunden. Viele Betroffene haben erlebt, dass ihr Verhalten bewertet, kontrolliert oder ausschließlich unter dem Gesichtspunkt des Konsums betrachtet wurde.


Wir möchten einen anderen Raum schaffen.

Die psychotherapeutische Begleitung von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen ist seit vielen Jahren ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Dabei interessiert uns nicht nur, ob ein Mensch konsumiert hat, sondern welche Funktion der Konsum in seinem Leben übernommen hat. Was wurde dadurch erträglicher? Was konnte reguliert, vermieden oder ausgehalten werden? Was braucht es, wenn diese bisherige Bewältigungsstrategie wegfällt und welche anderen Möglichkeiten können heute entstehen?

Psychotherapie bedeutet für uns deshalb nicht, ein problematisches Verhalten einfach „wegzumachen“. Es geht darum, Zusammenhänge zu verstehen, neue Erfahrungen zu ermöglichen und gemeinsam Wege zu entwickeln, die langfristig tragfähig sind.

In unserer Arbeit in der Suchthilfe haben wir immer wieder erlebt, was eine Suchtbehandlung verändern kann und wie viele Fragen dabei entstehen können.

Wie möchte ich leben? Wie gestalte ich Beziehungen? Wie gehe ich mit schwierigen Gefühlen um? Was gibt mir Sicherheit, Orientierung oder Selbstvertrauen?


Auch diesen Fragen möchten wir in der Therapie Platz geben.